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In Aktion: Freeclimbing

Wakeboard

Die Wand sieht seltsam aus. Kunststoff-Griffe in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen sind in unregelmäßigen Abständen darauf befestigt. Zu allem Überfluss hat sie auch noch einen leichten Überhang – und trotzdem soll und will ich da hoch. Die gut 15 Meter müssen doch zu schaffen sein. Kletterer mit mehr Erfahrung suchen sich eine Route heraus, nehmen nur Griffe einer Farbe. Ich als Anfänger versuche es mit der „Regenbogenroute“ und nehme jede Griffmöglichkeit, die ich erreichen kann. Trotzdem ist auf halber Strecke Schluss. Die Kraft in den Armen reicht nicht mehr. Ich rutsche ab und falle – allerdings nur einen halben Meter. Mein Trainer am anderen Ende des Sicherungsseils hat aufgepasst und meinen Sturz abgefangen. Er lässt mich langsam herunter, meine Arme brauchen erst einmal eine Pause. „Typischer Anfängerfehler“, erklärt er, „du kletterst zuviel mit den Armen statt mit den Beinen.“ Er hat gut reden.

In der Eifel-Region haben die Freeclimber die Wahl zwischen mehreren Kletterhallen und zwei Outdoor-Klettergebieten. In Aachen, Wesseling und Frechen kann unabhängig vom Wetter drinnen geklettert werden, Nideggen und Gerolstein bieten Kletterrouten am „echten“ Fels. Anfänger sollten aber erst in der Halle die Grundtechniken lernen, ehe sie sich an die richtigen Felswände trauen.

Apropos Grundtechniken: Die Betreiber der Kletterhallen lassen die „Bergsteiger“ nur an ihre Wände wenn sie entsprechende Kenntnisse nachweisen können. Und so steht für den Einsteiger zunächst einmal ein „Kletter-Kurs“ auf dem Programm. Dabei geht es in erster Linie um die Sicherheit. Freeclimbing ist nämlich ein Teamsport: einer klettert, einer sichert. Damit das funktioniert, müssen erst einmal das richtige Angelegen des Beckengurtes und ein paar Knoten geübt werden. Danach geht es zu den ersten Versuchen an die Wand.

„Freeclimbing“ – auf Deutsch „freies Klettern“ – galt bis vor einigen Jahren als Extremsportart und wurde fast nur von Spezialisten im Gebirge ausgeübt. Dieses Bild hat sich mittlerweile grundlegend gewandelt. In Deutschland gibt es zahllose Kletterhallen. Und hier hängen nicht nur „Profis“ in den Wänden, immer mehr Hobby- und Gelegenheitskletterer suchen ihren Weg nach oben mit Hilfe der künstlichen Griffe.

Wer bei „Freeclimbern“ an todesmutige Einzelgänger denkt, die sich an zwei Fingern hängend durch monumentale Bergwelten hangeln, liegt gründlich daneben. Klettern ist ein besonders sicherer Sport, zumindest wenn er in Kletterhallen betrieben wird. Jeder Kletterer ist durch ein Seil gesichert, das an seinem Beckengurt befestigt ist. Dieses Seil läuft entweder über eine Rolle an der Hallendecke oder durch Expressen und Vorstieghaken und wird am Boden von einem Partner gehalten. Ein „Fehltritt“ führt zwar zum Absturz, der wird aber durch das Seil nach ein paar Zentimetern auch schon wieder gebremst.

Auch Outdoor-Klettern muss nicht viel gefährlicher sein. Seil, Haken und Partnet sorgen auch hier für die Sicherheit. Ein Schutzhelm gehört hier aber zur Standardausrüstung. Hände und Ellenbogen können zusätzlich durch spezielle Handschuhe Schoner vor Stürzen oder Überbelastung geschützt werden.

Und für wen ist Freeclimbing geeignet? Für so ziemlich jeden, sagt Birgit Schierbaum von der Bronxrock-Kletterhalle in Wesseling. Kinder ab 8 Jahren dürfen hier zum Beispiel beim speziellen Familienkurs „an die Wand“. Die Kids üben beim Klettern nicht nur Koordination und Kraft, sie lernen auch Verantwortung zu übernehmen. Denn auch sie stehen unten am Seil und sichern ihren Kletter-Partner. Genauso gut geeignet ist der Sport für Senioren. Beweglichkeit und Kondition werden genauso geschult wie der gesamte Muskelapparat.

Ein weiterer Vorteil der Sportart: Erste Erfolge stellen sich schnell ein. Die Kletterhallen bieten Routen der unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade und mit ein bisschen Übung ist die erste „Wand“ bald geschafft – und das Erfolgsgefühl lässt die müden Arme schnell vergessen.

Kletterhallen in der Region Köln/Aachen

Bronx Rock Wesseling, www.bronxrock.de

Tivoli Rock, Aachen, www.tivoli-rock.de

Chimpanzodrome Frechen. www.chimpanzodrome.de

Outdoorklettern

Im Rurtal bei Nideggen darf auf Effels (Effelsley bis Eingangsturm) , Hirzley und Hinkelsteine 1 – 4 mit Berechtigungsausweis (an der ARAL-Tankstelle in Nideggen erhältlich Tel. 02427/1309) geklettert werden.
Der Kletterfelsen „Hustley“ liegt im Naturschutzgebiet „Gerolsteiner Dolomiten“. Das Klettern ist nur nach vorheriger Erteilung einer Klettererlaubnis durch die Tourist Information Gerolsteiner Land, Kyllweg 1, 54568 Gerolstein, Tel. 06591/13-180, Mail: touristinfo@gerolsteiner-land.de zulässig. Am Wochenende und an Feiertagen gibt es die Klettererlaubnis im Cafe Dolomit, Sarresdorfer Straße 2, 54568 Gerolstein, Tel. 06591/985290.
Informationen zum Klettern gibt es auch beim Deutschen Alpenverein, www.alpenverein.de und beim Bundesverband IG Klettern e.V., www.ig-klettern.de